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Arbeit & Wirtschaft

Empörung und Entrüstung reichen nicht: It's the economy stupid

Ansprache von Michael Diettrich auf der Sonntagsdemo am 07.04.19 in Feldkirch


In seiner Ansprache auf der 14. Vorarlberger Sonntagsdemonstration am 8. April 2019 in Feldkirch plädiert Michael Diettrich als Sprecher der Vorarlberger Armutskonferenz dafür, sich nicht mehr auf gesellschaftspolitische Nebenschauplätze drängen zu lassen, sondern die derzeit tatsächlich auf den Nägeln brennende soziale Frage zum Thema zu machen: Die Situation der unteren 40 Prozent der Bevölkerung, die laut einer Studie der OECD in den letzten 30 Jahren von der Wohlstandsentwicklung abgehängt wurden. Man müsse raus aus der Entrüstung und Empörung und vor allem wirtschaftspolitische Alternativen formulieren, die die Situation dieser Menschen verbessern. Dies sei gerade in Anbetracht des aktuellen konjunkturellen Abschwungs in Österreich und der damit wieder wachsenden Gefahr zunehmender Arbeitslosigkeit ein Gebot der Stunde. Die von der Bundesregierung angezettelten, immer neuen Debatten über Sozialhilfe und Flüchtlinge lenken seiner Meinung nach nur davon ab, dass die Bundesregierung diese Entwicklung verschlafen hat. Er fordert allerdings auch von der Opposition, dass sie endlich stichhaltige wirtschaftspolitische Konzepte entwickelt, die Alternativen zu der von der Bundesregierung betriebenen wirtschaftsliberalen Politik aufzeigen.


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Wo bleibt "linke" Wirtschaftspolitik?

Peter Michael Lingens (www.lingens.online)


Der Autor des Beitrags stellt die Frage, was "links" ist. In seinen Augen die Forderung nach maximaler Chancengleichheit, in dem Wissen, dass die extreme Ungleichheit von Einkommen und Vermögen, wie sie der Neoliberalismus geschaffen hat, damit unvereinbar ist. In dem Beitrag tritt er einigen zentralen Grundannahmen des Neoliberalismus entgegen, was er für eine vorrangige Aufgabe einer "linken" Wirtschaftspolitik hält.


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Weiter so ist zu wenig - Anmerkungen zur Legitimationskrise der EU und zum Erstarken nationalistischer bzw. EU-kritischer Strömungen

Michael Diettrich, Input auf einerTagung des Europäischen Wirtschafts- u. Sozialausschusses (EWSA) am 11.10.2018 in Feldkirch


Der Beitrag hinterfragt die vom EWSA in der Ausschreibung zur Tagung aufgestellte Behauptung, das Erstarken nationalistischer und/oder EU-kritischer Parteien und die damit einhergehende Legitimationskrise der EU seien ein Partizipationsproblem und auch die Problemlösungskompetenz der EU könne durch mehr Partizipation gelöst werden. Er beschreibt stattdessen die Legitimationskrise der EU in erster Linie als Folge eines Vertrauensverlustes breiter Bevölkerungsgruppen in die Lösungskompetenz der EU für die Probleme, die sie in ihrem Alltag wahrnehmen. Will man Vertrauen zurückgewinnen und die Problemlösungskompetenz verbessern, braucht es vor allem nüchternes Hinschauen - denn die Probleme liegen auf dem Tisch. Dazu gehört auch eine verfehlte Wirtschaftspolitik und deren Folgen für die soziale Lage der Menschen vor allem in den unteren Einkommensgruppen.


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Strukturelle Arbeitslosigkeit - gibt es eine von der Konjunktur unabhängige Arbeitslosigkeit?

Michael Diettrich, Vortrag auf dem AQUA-Forum am 27.04.2018


Der Vortrag geht der Frage nach, welche Auswirkungen die im ökonomischen Mainstream dominierenden Konzepte struktureller Arbeitslosigkeit auf den Arbeitsmarkt, die wirtschaftliche Entwicklung und die Wirtschaftspolitik haben, und setzt sich kritisch mit den gängigen Vorstellungen von Vollbeschäftigung auseinander.


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OECD Employement Outlook 2018 (engl./dtsch.)

OECD 2018


Der (englischsprachige) Beschäftigungsausblick der OECD für 2018 kommt zu dem Ergebnis, dass zwar in den meisten OECD-Ländern die Beschäftigungslage wieder nahe dem Vorkrisenniveau ist, die Reallöhne aber nur halb so stark gewachsen sind wie vor der Krise. Als einen Hauptgrund dafür sieht die OECD die Halbierung des Produktivitätswachstums in den letzten 10 Jahren. Auch unter diesen Vorzeichen hat zusätzlich eine Entkoppelung von Produktivität und Löhnen stattgefunden: Die Durchschnittslöhne sind seit 2018 nur halb so stark gestiegen wie die ohnehin niedrigen Produktivitätssteigerungen.


Download: Summary der OECD (engl.)
Download: Reallöhne rückläufig (Bericht ORF, 04.07.2018)
Link: Offene Stellen wachsen rasant, Löhne hinken nach (Bericht STANDARD, 05.07.2018)

Industrie 4.0 - wir diskutieren über die falschen Themen

Michael Diettrich, Vortrag auf der Veranstaltung "Wohlstand 4.0 ? - Industrie 4.0 und die Zukunft des Sozialstaats" am 30.05.2017 in Rankweil


Zahlreiche Studien sagen im Zuge der Digitalisierung der Arbeitswelt mehr oder weniger große Verluste an Arbeitsplätzen voraus. Der Beitrag beleuchtet, inwieweit die Prognosen mit den beobachtbaren wirtschaftlichen Entwicklungen übereinstimmen und was die Voraussetzungen dafür sind, dass auch neue Arbeitsplätze entstehen.

 


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Einkommensentwicklung in Österreich - ein Jahrzehnt des Einkommensverlusts

AK Oberösterreich, 29.09.2016


Pointierte Zahlen und Fakten zur Entwicklung der Lohneinkommen sowie der Investititonen und Unternehmensgewinne im vorangegangenen Jahrzehnt.


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Ungleichheit boomt - How Increasing Income Indequality is Dampening U.S. Economic Growth (dtsch./engl.)

Standard & Poors, 05.08.2014


In dem (englischsprachigen) Papier der Forschungsabteilung von Standard & Poors schildern die Ökonomen, warum sie ihre Wachstumsprognose für die USA in den kommenden 10 Jahren von jährlich 2,8 auf 2,5 Prozent gesenkt haben (wegen der "extemen" Einkommensungleicheit) und welchen Effekt ein zusätzliches Schuljahr für alle Amerikaner auf das Bruttoinlandsprodukt haben würde (es wäre in 5 Jahren um 2,4 Prozent höher). Sie fordern staatliche Mehrausgaben für Bildung, Gesundheit und Infrstruktur und bringen eine Schließung von Steuerschlupflöchern für Reiche sowie eine Erhöhung der Erbschaftssteuer ins Spiel.

 

 

Download: Bericht im Tagesanzeiger vom 06.08.2014
Link: komplette Studie von S & P, 05.08.2014 (engl.)

Trends in Income Inequality and its Impact on Economic Growth (engl.)

OECD 2014


Die (englischsprachige) Studie der OECD untersucht den Zusammenhang zwischen Einkommensungleichheit und wirtschaftlichem Wachstum in den Ländern der OECD und stellt fest, dass das in den OECD-Ländern während der vergangenen 30 Jahre feststellbare Zurückbleiben der unteren Einkommen einen signifikanten Einfluss auf das Wirtschaftswachstum hatte. Der nachstehende Link führt zu einer kurzen Zusammenfassung der Studie, die komplette Studie kann unten auf der Seite heruntergeladen werden.


Link: Zusammenfassung und komplette Studie

Redistribution, Inequality and Growth (engl./dtsch.)

IWF, 2014


Die (englischsprachige) Studie des IWF beleuchtet den Zusammenhang von Verteilung, Ungleichheit und wirtschaftlichen Wachstum. Sie kommt zu dem Ergebnis, dass es falsch ist, den wirtschaftspolitischen Fokus nur auf das wirtschaftliche Wachstum zu legen und dabei Verteilungsfragen einschließlich wachsender Ungleichheit außen vor zu lassen.


Download: komplette Studie des IWF (engl.)
Link: Bericht auf FINANZ und WIRTSCHAFT online, 27.02.2014