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Einkommmens- und Vermögensverteilung

Wohnausgaben der österreichischen Haushalte 2017

Österreichische Nationalbank, Konjunktur aktuell, März 2019, S. 47 - 50


Die Kurzanalyse im Konjunkturbericht der OeNB vom März 2019 analysiert auf Basis des aktuellen Household Finanace and Consumption Survey (HFCS), wie viel österreichische Haushalte im Jahr 2017 von ihrem Haushaltseinkommen für Wohnen und Energie ausgaben. Im untersten Nettoeinkommensviertel betrug die durchschnittliche Wohnausgabenquote 40 Prozent, im obersten Viertel lediglich 19 Prozent. Betrachtet man nur die Mieteraushalte, gaben das unterste Einkommensviertel sogar die Hälfte ihres Haushaltseinkommens für den Wohnzwecke aus.


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Allgemeiner Einkommensbericht 2018

Rechnungshof Österreich


Der im Dezember 2018 vorgelegte Bericht des österreichischen Rechnungshofes über die durchschnittlichen Einkommen der gesamten Bevölkerung für die Jahre 2016 und 2017 (differenziert nach Branchen, Berufsgruppen und Funktionen).


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"Wir leben in keiner Leistungsgesellschaft - nur die obersten 10 Prozent profitieren wirklich"

Interview mit der Ökonomin Charlotte Bartels, WIENER ZEITUNG online vom 18.06.2018


Die Ökonomin Charlotte Bartels ist Verteilungsexpertin am Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) und arbeitet auch im Projektteam um Thomas Piketty. In dem von Gerhard Lechner geführten Interview behauptet sie, es lasse sich empirisch schlicht nicht nachweisen, dass der soziale und materielle Fahrstuhl in den vergangenen Jahrzehnten für alle nach oben gefahren sei. Stattdessen habe die Ungleichverteilung der Einkommen zugenommen. Ein wichtiger Faktor dafür sei, dass der Anteil des Kapitaleinkommens an der Gesamtwirtschaft weltweit wächst. Da stelle sich für sie die Frage, ob wir noch in einer Leistungsgesellschaft leben oder uns bereits hin zu einer Gesellschaft von Rentiers bewegen.


Link zur WIENER ZEITUNG vom 18.06.2018

Umverteilung durch den Staat Österreich

Silvia Rocha-Akis, auf www.awblog.at, 03.06.2016


Einkommen aus Erwerbstätigkeit bildet für die Mehrheit der Menschen in Österreich ihre ökonomische Lebensgrundlage. In den letzten zwei Jahrzehnten nahm die Ungleichheit in der Verteilung der Markteinkommen zu. Die Gründe dafür sind sowohl konjunkturell als auch strukturell bedingt: Aus gesamtwirtschaftlicher Perspektive dämpfte die hohe Arbeitslosigkeit die Lohnentwicklung und den Lohnanteil am Volkseinkommen. Weiters zeigt sich eine unterschiedliche Dynamik zwischen Beschäftigungswachstum und dem Wachstum der Summe der geleisteten Arbeitsstunden. Und letztlich sind auch die Beschäftigungsanteile von Hochlohnbranchen zugunsten von niedrig entlohnten Dienstleistungssektoren rückläufig. Vor diesem Hintergrund stellt der Beitrag die Umverteilung durch den Staat Österreich mittels Steuern, Abgaben und Sozialtransfers dar.


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Macht uns der Sozialstaat arm?

Hartmut Reiners, auf: https://makroskop.eu/, 21.04.2016


Schon die Behauptung, Deutschland habe eine der höchsten Abgabenquoten in Europa, ist falsch: Die hohe Abgabenbelastung beschränkt sich auf die unteren und mittleren Einkommen. Die Sozialleistungen werden überwiegend von ihnen selbst finanziert, das Solidaritätsprinzip gilt nicht für Besserverdienende. Diese Schieflage in der Finanzierung und Verteilung des Sozialbudgets wird von der akademischen Gemeinde der Ökonomen nicht wirklich diskutiert.


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Einkommen, Armut und Lebensbedingungen in Österreich (EU-SILC 2017)

Statisitik Austria, 26.04.2018


SILC ist eine Erhebung, durch die jährlich Informationen über die Lebensbedingungen der Privathaushalte in der Europäischen Union gesammelt werden. Für Österreich wird sie von Statistik Austria durchgeführt, der vorliegende Tabellenband stellt die Ergebnisse für das Jahr 2017 dar.


Download: Kurzfassung Armut u. soziale Eingliederung
Download: Tabellenband (komplett)

OECD Employement Outlook 2018 (engl./dtsch.)

OECD 2018


Der (englischsprachige) Beschäftigungsausblick der OECD für 2018 kommt zu dem Ergebnis, dass zwar in den meisten OECD-Ländern die Beschäftigungslage wieder nahe dem Vorkrisenniveau ist, die Reallöhne aber nur halb so stark gewachsen sind wie vor der Krise. Als einen Hauptgrund dafür sieht die OECD die Halbierung des Produktivitätswachstums in den letzten 10 Jahren. Auch unter diesen Vorzeichen hat zusätzlich eine Entkoppelung von Produktivität und Löhnen stattgefunden: Die Durchschnittslöhne sind seit 2018 nur halb so stark gestiegen wie die ohnehin niedrigen Produktivitätssteigerungen.


Download: Summary der OECD (engl.)
Download: Reallöhne rückläufig (Bericht ORF, 04.07.2018)
Link: Offene Stellen wachsen rasant, Löhne hinken nach (Bericht STANDARD, 05.07.2018)

Gesamtabgabenbelastung in Österreich auf Personen- und Haushaltsebene

S. Humer und M. Moser (Forschungsinstitut Economics for Inequality der WU Wien), Oktober 2016


Diese Studie bietet erstmals umfangreiche und nach Perzentilen differenizerte Berechnungen zu den Einkommensquellen, Konsumausgaben sowie gezahlten Abgaben der Haushalte und Personen. Solche Berechnungen sind auf Personenebene bis dato für Österreich nicht möglich gewesen, da die notwendige Datenbasis nicht vorhanden war. Die Studie stellt insofern eine Vertiefung der WIFO-Studie von Rocha-Akis u.a. (Umverteilung durch den Staat) aus dem Jahr 2016 dar.

Diese Studie bietet erst­mals umfang­reiche Berech­nungen zu den Einkom­mens­quellen, Konsum­aus­gaben sowie gezahlten Abgaben nach Perzen­tilen der Haus­halte und Personen. Damit werden die Ergeb­nisse der neuen WIFO-­Studie Umver­tei­lung durch den Staat (Roch­a-Akis u. a., 2016) vertieft und teil­weise komple­men­tiert. Solche Berech­nungen sind auf Perso­nen­ebene bis dato für Öster­reich nicht möglich gewesen, da die notwen­dige Daten­basis nicht vorhanden war.

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Einkommensentwicklung in Österreich - ein Jahrzehnt des Einkommensverlusts

AK Oberösterreich, 29.09.2016


Pointierte Zahlen und Fakten zur Entwicklung der Lohneinkommen sowie der Investititonen und Unternehmensgewinne im vorangegangenen Jahrzehnt.


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Ungleichheit boomt - How Increasing Income Indequality is Dampening U.S. Economic Growth (dtsch./engl.)

Standard & Poors, 05.08.2014


In dem (englischsprachigen) Papier der Forschungsabteilung von Standard & Poors schildern die Ökonomen, warum sie ihre Wachstumsprognose für die USA in den kommenden 10 Jahren von jährlich 2,8 auf 2,5 Prozent gesenkt haben (wegen der "extemen" Einkommensungleicheit) und welchen Effekt ein zusätzliches Schuljahr für alle Amerikaner auf das Bruttoinlandsprodukt haben würde (es wäre in 5 Jahren um 2,4 Prozent höher). Sie fordern staatliche Mehrausgaben für Bildung, Gesundheit und Infrstruktur und bringen eine Schließung von Steuerschlupflöchern für Reiche sowie eine Erhöhung der Erbschaftssteuer ins Spiel.

 

 

Download: Bericht im Tagesanzeiger vom 06.08.2014
Link: komplette Studie von S & P, 05.08.2014 (engl.)